
Am Mittwoch, 25. März 2026, werden in elf Kommunen des Kreises Offenbach insgesamt mehr als 1.150 Vergissmeinnicht gepflanzt. Unter dem Motto ‚Gemeinsam pflanzen, gemeinsam erinnern‘ setzen Stadtverwaltungen, soziale Träger und Ehrenamtliche ein symbolisches Zeichen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.
Pflanzorte und Sichtbarkeit
Die Aktion findet in Dietzenbach, Dreieich, Hainburg, Heusenstamm, Langen, Mainhausen, Mühlheim, Obertshausen, Rodgau, Rödermark und Seligenstadt statt. In Dietzenbach sind die Blumen vor dem Kreishaus zu sehen. In Dreieich bereichern Beete das Familienzentrum Die Winkelsmühle der regionalen Diakonie Dreieich-Rodgau. In Rödermark beteiligt sich der AWO Ortsverein, in dessen Umfeld die Demenzgruppe Leuchtturm aktiv ist. Weitere Standorte sind unter anderem das Gelände der Stadtverwaltung Heusenstamm und zahlreiche öffentlich zugängliche Beete im Kreisgebiet.
Information vor Ort und online
An den Pflanzen sind Informationsschilder mit einem QR-Code angebracht. Der Code verweist auf die Landingpage www.kreis-offenbach.de/vergissmeinnicht. Dort finden Interessierte Angaben zur Aktion, allgemeine Informationen zum Thema Demenz und Hinweise zu Unterstützungsangeboten im Kreis Offenbach.
Hintergrund der Aktion und Organisation
Nach Schätzungen leben im Kreis Offenbach rund 6.000 Menschen mit einer demenziellen Erkrankung. Demenz ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit einem fortschreitenden Verlust kognitiver Fähigkeiten einhergehen. Häufig treten erste Veränderungen im höheren Alter auf. In frühen Stadien sind Gedächtnislücken und Konzentrationsschwierigkeiten möglich. Mit Verlauf der Erkrankung benötigen Betroffene zunehmend Unterstützung und Pflege und können vertraute Personen teilweise nicht mehr erkennen. Gleichzeitig reagieren viele Menschen mit Demenz weiterhin auf Zuwendung, Blickkontakt und Berührungen.
Die Pflanzaktion wird vom Sponsorenteam Asklepios Psychiatrie Langen, Asklepios Klinik Seligenstadt und Löwer GmbH Seligenstadt finanziell unterstützt. Koordiniert wird die Maßnahme von der Leitstelle Älterwerden in Zusammenarbeit mit dem Pflegestützpunkt des Kreises Offenbach.
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