
Auf dem Gelände des GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt ist am frühen Donnerstagmorgen ein Großbrand ausgebrochen. Die ersten Einsatzkräfte wurden um 6:20 Uhr alarmiert. Bis in den Nachmittag hinein waren nach Angaben der Stadt bis zu 160 Einsatzkräfte im Einsatz. Nach aktuellem Stand bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, teilten die zuständigen Stellen mit, zugleich sei jedoch in Teilen des nördlichen Stadtgebiets mit deutlicher Rauchentwicklung zu rechnen.
Einsatzverlauf und Lage
Beim Eintreffen der ersten Kräfte handelte es sich nach Angaben der Einsatzleitung um ein erhebliches Feuer in einem Gebäude auf dem GSI Gelände. Die Lösch- und Rettungsmaßnahmen wurden daraufhin schnell ausgeweitet. Die Leiterin der Feuerwehr Darmstadt, Johanna Herdt, hat die Einsatzleitung vor Ort übernommen.
Oberbürgermeister Hanno Benz und der Dezernent für Ordnung und Feuerwehr Paul Georg Wandrey gehörten zu den Verantwortlichen, die sich vor Ort ein Bild von der Lage machten. Zudem war Hessens Forschungsminister Timon Gremmels an der Einsatzstelle anwesend.
Personal und Unterstützung
An dem Einsatz beteiligten sich laut Stadt sämtliche Einheiten der Feuerwehr Darmstadt sowie Unterstützungskräfte aus der Region. Dazu zählten unter anderem Einheiten vom Flughafen Frankfurt, von Merck und aus Ludwigshafen sowie der Betreuungszug des Deutschen Roten Kreuzes Darmstadt. Insgesamt waren zeitweise bis zu 160 Einsatzkräfte vor Ort.
Wandrey erklärte, die ersten Kräfte hätten sehr schnell erkannt, dass es sich um ein außergewöhnlich großes Brandereignis handele. Entsprechend sei die Alarmierung konsequent ausgeweitet worden, um die Lage zu beherrschen und die Einsatzkräfte abzusichern.
Auswirkungen, Warnhinweise und Ermittlungen
Die Löscharbeiten dauerten am Nachmittag noch an und sollten voraussichtlich bis in die Abendstunden fortgesetzt werden. Die Einsatzleitung koordiniert die Maßnahmen zwischen Berufs und Freiwilligen Feuerwehren sowie hinzugezogenen Spezialkräften.
„Für die Bevölkerung besteht nach wie vor keine Gefahr“, erklärten Benz und Wandrey. Die Behörden baten die Anwohnerinnen und Anwohner insbesondere im Norden der Stadt, Fenster und Türen geschlossen zu halten und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten.
Zur Brandursache und zur Höhe des Schadens konnten die Behörden zunächst keine Angaben machen. Die Ermittlungen dazu liegen bei der Landespolizei. Die Stadtverwaltung wies darauf hin, dass die Priorität derzeit bei den Löscharbeiten und der Sicherung der Einsatzkräfte liege.
Die Stadtvertreter dankten den eingesetzten Kräften für ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen.
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